Urlaub am Bodensee

Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag, denn ich war mal wieder im Urlaub… 😇 Diesmal in Konstanz am Bodensee mit drei Freundinnen aus der Uni (Lina, Lara und Carina). Am Dienstag, den 22. März 2022 ging es los und wir bleiben bis Sonntag, den 27. März. Die Woche ist viel zu schnell vergangen und ich wäre gerne noch länger geblieben… Aber fangen wir ganz von vorne an:

Die Zugfahrt verlief unkompliziert. Gegen neun ging es in Erlangen los, über Stuttgart, bis wir gegen drei in Konstanz ankamen. Wir hatten uns ein schönes Airbnb gebucht, das auch vor Ort überzeugte durch die ideale Lage und die moderne Einrichtung. Nachdem wir in Ruhe angekommen waren, sind wir wieder losgezogen, um das erste Eis des Urlaubs zu essen und uns damit an den See zu setzen und die Sonne zu genießen. ☀️ Abends reservierten wir einen Tisch in einer Pizzeria und genossen den ersten gemeinsamen Abend.

Am nächsten Tag wollten wir zur Insel Mainau, die Lara schon kannte und uns davon vorschwärmte. Kurzerhand beschlossen wir, die Kilometer (um die 16 hin und zurück) zur Insel zu laufen. Bei schönstem Wetter zogen wir los, quer durch die Stadt, über den Stadtfriedhof und durch den angrenzenden Wald, bis wir nach ca. 1 Stunde 45 Minuten bei der Insel an. Am Eingang gab es eine kleine Schatzkarte für Kinder, die wir anfangs eher zum Spaß mitnahmen und schließlich sehr motiviert bearbeiteten. Wir mussten an verschiedenen Orten der Insel Fragen beantworten und versteckte Buchstaben entdecken, um ein Lösungswort zu finden. Das war überraschenderweise gar nicht so einfach und wir waren schon ein bisschen stolz, als wir das Wort erraten hatten: RAUBRITTERBANDE. Die Frau am Infopoint fand uns glaube ich ein bisschen lustig, aber wir bekamen trotzdem einen Goldschatz (eine kleine Rittersporttafel), eine Urkunde und ein Rätselheft als Belohnung.

Die Insel war auch ansonsten sehr schön, überall blühte es und der Blick auf den See war fantastisch. Wir besuchten aus das Schmetterlingshaus und waren total begeistert von all den bunt schillernden Tierchen. Einmal saß mir einer sogar im Gesicht und auf dem Pulli, was mich anfangs ein bisschen überfordert hat, aber eigentlich ziemlich cool war!

Wir mussten uns richtig losreißen, aber es warteten schließlich noch einige Kilometer Heimweg auf uns, und wir wollten nicht im Dunkeln durch den Wald laufen. Stattdessen konnten wir das letzte Sonnenlicht zwischen den Bäumen bewundern und kamen passend zum Sonnenuntergang wieder in Konstanz an, alle ziemlich k.o., aber glücklich und zufrieden. Zum Glück hatten wir schon morgens einen Nudelsalat vorbereitet und konnten direkt essen, duschen und uns erholen.

Am zweiten Tag nahmen wir uns vor, Konstanz zu erkunden. Da wir alle noch den Vortag in den Knochen spürten, ließen wir es gemächlicher angehen. Wir saßen am Wasser, schlenderten durch die Straßen, aßen fantastischen veganen Döner (selbst Lara, die normalerweise Fleisch Ersatzprodukten vorzieht, war begeistert) und besichtigten das Münster der Stadt. In der Kathedrale gab es wesentlich mehr zu entdecken, als ich anfangs angenommen hatte, obwohl man den Turm leider nicht besteigen konnte. Dafür entdeckten Lara und ich in einem Flügel eine Treppe nach unten und dort die Gebeine des Märtyrers Pelagius im Steinsarkophag. Früher waren diese wohl eine solche Pilgerstätte, dass ein extra Tunnel unter der Kirche gegraben werden musste, um die Pilger im Einbahnsystem durchzuschleusen. Durch eine weitere Tür gelangten wir in den Kreuzgang und von dort in weitere Kapellen, in denen wir jahrhundertealte Wandgemälde bewundern konnten. Zum Glück hatten es sich Lina und Carina in der Sonne gemütlich gemacht, hätten sie Lara und mich gesucht hätten sie uns niemals gefunden, so versteckt und verwinkelt waren die einzelnen Gänge und Türen. Fast ein bisschen abenteuerlich. (Anscheinend so abenteuerlich, dass ich ganz vergessen habe, Fotos zu machen… sorry)

Abends gingen wir einkaufen. In dem Einkaufszentrum gab es auch einen Douglas, in dem ein Glücksrad aufgebaut war. Warum nicht, dachten wir uns, und versuchten alle unser Glück. Nachdem nicht nur wir alle etwas gewannen, sondern Carina und Lina auch noch beide den Hauptpreis (eine Tasche von der Marke Boss), sahen die Mitarbeitenden uns etwas irritiert an und tauschte sogar die Beschriftung des Hauptgewinns auf dem Glücksrad aus, als hätte die Position etwas zu dem Gewinn der beiden beigetragen. Gekauft haben wir alle letztendlich nichts, nur unsere Gewinne abgestaubt. Hupsi.

Zum Abendessen gab es selbstgemachte Buritos und wir spielten Phase 10, in der sich alle gegen mich verbündeten (aber ich hab trotzdem gewonnen 😋).

Am dritten Tag, dem Freitag, stand wieder eine Wanderung auf dem Programm. Eigentlich wollten wir auf den Pfänder steigen, den wohl bekanntesten Berg am Bodensee, der nur leider auf der gegenüberliegenden Seite des Sees liegt. Normalerweise kommt man dort trotzdem relativ unkompliziert hin, nur fährt die Fähre in der Nebensaison nicht. Überhaupt wind einige Dinge in der Hauptsaison unkomplizierter, wie wir herausfinden mussten, also fahrt am besten erst am April zum Bodensee. 🙂

Stattdessen fuhren wir mit dem Zug nach Sipplingen, einem kleinen Ort, in dem Lukian lustigerweise seine Ferienwohnung vor zwei Jahren hatte. Dort gibt es eine schöne Wanderung mit dem Namen Blütenweg, die wir gerne wandern wollten. Nach der Blumeninsel schon der zweite frühlingshafte Name und wir stellten den Urlaub gerne unter das Motto Sonne und Blumen. Die Wanderung war sehr schön, auch wenn wir irgendwann mal falsch abbogen. Dafür sahen wir jede Menge Bärlauch im Wald und genossen den schönen Seeblick und die Sonne. Bevor der Zug zurück fuhr, gab es – natürlich – wieder ein Eis am Wasser. (Vielleicht ist das Motto eher Sonne, Blumen und Eis gewesen…) Außerdem spazierte ich etwas am Strand entlang und wir genossen den wunderschönen Sonnenuntergang vom Zug aus.

Am Samstag, unserem vierten und letzten Tag am Bodensee, fuhren wir nach Meersburg, um dort die Burg zu besichtigen. Wir starteten allerdings ein bisschen chaotisch, denn anders als gedacht fuhr die Fähre nach Meersburg gar nicht in Konstanz ab, sondern etwas außerhalb, wo wir erst mit dem Bus hinfahren mussten. Die Fährfahrt selbst war relativ kurz, und nur wenige Zeit später standen wir vor dem neuen Schloss in Meersburg. Studierende zahlen fast keinen Eintritt und so machten wir uns auf den Weg ins Innere. Es stellte sich heraus, dass wir alle sehr unterschiedliche Interessen an der Geschichte des Schlosses hatten, aber ich glaube, für uns alle war etwas dabei. Erwähnen möchte ich auch die super freundliche Angestellte, die wir immer wieder trafen, und die uns fast eine persönliche Führung gab, da sie uns immer wieder Dinge erklärte, die nirgendwo zu lesen waren. Sie war im Gegenzug begeistert, dass wir jungen Leute ein Interesse an Geschichte zeigten und so hatten wir alle eine schöne Zeit.

Nach der Besichtigung hatten wir eigentlich vor, die Burg zu besichtigen. Leider gab es dort keine wirkliche Ermäßigung des Eintrittspreises und uns war das etwas zu teuer. Außerdem wurde die Zeit langsam knapp, denn wir hatten noch weitere Pläne für den Tag. So beschlossen wir, die Burg ausfallen zu lassen und uns stattdessen direkt auf den Weg nach Hagnau zu machen, einem kleinen Dorf etwa fünf Kilometer entfernt. Der Weg führte uns zwischen Weinbergen hindurch, mit schönem Blick auf den See, der in der Nachmittagssonne glänzte.

In Hagnau gibt es eine kleine Eisdiele, in der es laut Lara das beste Eis überhaupt gibt. Das konnten wir uns natürlich nicht entgegen lassen! Wir holten uns alle ein paar Kugel und ich kann sagen, wir wurden nicht enttäuscht!

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, auch im See baden zu gehen, aber es hat sich nie die Gelegenheit geboten. am Samstag war es auch schon zu spät, um noch wirklich baden zu gehen, aber ich krempelte mir die Hose bis zu den Oberschenkeln hoch und watete eine Zeitlang durchs Wasser und sammelte mit den anderen Steine und rundgeschliffene Glasscherben. Wir machten viele Fotos im Sonnenuntergang und genossen die schöne Stimmung am Wasser.

Da wir uns zu spät um unser Abendessen gekümmert hatten, waren alle Restaurants bereits voll und wir nahmen uns stattdessen Pizzen von dem Italiener vom Dienstag (Don Alfredo, kann ich empfehlen, falls ihr mal in Konstanz seid) mit ins Airbnb.

Am Sonntagmorgen gingen wir brunchen. Wir hatten total Glück und ergatterten gerade so noch den letzten freien Tisch im Bloggers Café, das seinem Namen ästhetisch sehr gerecht wird. Das Essen war super lecker und ich rate euch definitiv zu reservieren, falls ihr es besuchen möchtet.

Unsere Rückfahrt verlief leider etwas chaotischer als die Anreise, da einer unser Züge ausfiel und wir nur geradeso unseren alternativen Anschluss erwischten. Außerdem waren die Züge so voll, dass wir mehrmals stehen mussten, bis sich mit der Zeit Sitzplätze für alle ergaben. Zusätzlich merkten wir alle die volle Woche, die zwar total schön war, aber eben auch ziemlich anstrengend. Mit der Zeit wurden alle unsere Augen glasiger und wir unterhielten uns immer weniger. 😅😴

Und so schnell war auch das Ende unserer gemeinsamen zeit gekommen. Wir hatten eine wirklich tolle Woche, haben uns alle gut verstanden und viel Spaß gehabt. Ich werde immer gerne auf unseren Urlaub zurückblicken! 💖💖

2 Kommentare zu „Urlaub am Bodensee

  1. Avatar von Katharina Seele
    Katharina Seele 31. März 2022 — 17:01

    Ha, bin ich wieder die erste? Muss ich ja als Lieblingskommentatorin 😉 Danke für den unterhaltsamen Reisebericht und die schönen Fotos. Das lockt ja sehr. Und welches Glück hattet ihr mit dem Wetter, rechtzeitig vor dem Wintereinbruch.

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  2. Avatar von Jette

    Genial, mit so einem schönen Urlaub in den Frühling zu starten 🌼🌺🌸🌞

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