Deutschlandreise 3.0

Weiter geht’s mit meinem Reisebericht, dieses Mal schaffe ich es hoffentlich bis zum Ende. 😅

Stehen geblieben waren wir in Chieming, mitten in unserem Urlaub dort. Bisher waren wir schon um den Chiemsee geradelt, haben Minigolf und Pit-Pat gespielt und ich war im See baden. Für den nächsten Tag (Mittwoch, 22. September 2021) hatten wir geplant, die Inseln des Sees zu besuchen.

Dafür mussten wir allerdings erstmal bis Gstadt radeln, da Chieming außerhalb der Hauptsaison nicht von der Fähre angefahren wird. (Gstadt wird übrigens wirklich so geschrieben, das ist kein Tippfehler. Keine Ahnung, was das G da verloren hat…) Etwa 16km fährt man, und da wir dieses Mal auch den Motor der E-Bikes einschalteten, war die Strecke schnell geschafft. Allerdings war die zeit trotzdem knapp, keine 5 Minuten hatten wir noch bis zur Abfahrt der Fähre. Und dann konnte ich nicht mal mit Karte zahlen und wir mussten noch unser Bargeld zusammensammeln. Letztendlich eilten wir den Steg herunter und bestiegen quasi als letzte die Fähre. Naja, ohne ein bisschen Action wäre es doch auch langweilig gewesen. 😂

Als erstes besuchten wir die Fraueninseln. Dort kauften wir Postkarten und liefen anschließend einmal um die Insel. Für die, die noch nie am Chiemsee waren: Die Fraueninseln ist ziemlich klein, einmal herumzulaufen dauert vielleicht 15 Minuten. Die Dahlien standen in voller Blüte und wir bewunderten die schönen Gärten. Außerdem machten wir eine kleine Pause und wurden dabei von zwei sehr zutraulichen Enten belagert, die wirklich noch nie etwas von personal space gehört hatten! Wir tauften sie Gerda und Froda.

Als nächstes fuhren wir zur Herreninseln. Da Denise nicht geimpft ist und auch keinen aktuellen Test hatte, haben wir das Schloss nicht von innen besichtigt. Dafür haben wir einen langen Spaziergang über die Insel gemacht und die Landschaft genossen.

Zurück in Chieming haben wir uns Ofengemüse gemacht und damit an den See gesetzt.

Der Donnerstag war der einzige Tag mit wirklich schönem Wetter, an dem die Berge nicht komplett in den Wolken hingen. Logischerweise stand deshalb eine Wanderung für uns an. Ursprünglich wollten wir auf die Kampenwand, haben uns dann aber letztendlich doch für die Hochplatte entschieden, einen Berg daneben, den wir leichter erreichen konnten. Trotzdem mussten wir erstmal 20km radeln, bis mir den Einstieg der Wanderung erreichten. Früh morgens ging es deshalb schon los, dafür mit wunderschönem Wetter und ganz friedlich und alleine auf den Radwegen.

Auf dem Weg nach oben folgten wirr den Wegweisern und liefen eine komplett andere Route als komoot mir vorschlug. Zum Glück fanden wir trotzdem unseren Weg nach oben. Unterwegs liefen wir einige Zeit über Kuhweisen, deren Bewohner uns eine spur zu zutraulich waren. Eigentlich kenne ich das zwar schon von Wanderungen aus meiner Kindheit, aber ein bisschen mulmig wird einem dann schon, wenn plötzlich 10 Kühe auf einen zutraben. Süß waren sie aber, auch wenn ich das nur mit dem Zaun zwischen uns (den es leider nur am Anfang gab) wirklich wertschätzen konnte. 😂 Schon unterwegs konnte man erahnen, wie schön der Ausblick von ganz oben sein würde

Das letzte Stück der Wanderung ging steil bergauf. So steil, dass man zwischendurch mehr kletterte und ohne Hände wäre man niemals hochgekommen. Leider waren die Steine zusätzlich noch total nass, sodass es wirklich rutschig war und echt nicht ganz ohne. Da freuten wir uns gleich doppelt, als wir endlich oben angekommen waren. Und der Ausblick war wirklich gigantisch!!

Nach etwa einer Stunde konnten wir uns endlich loseisen von dem Blick und begannen den Abstieg. Wir hatten überhaupt keine Lust, den steilen Weg wieder nach unten zu kraxeln, und da wir beobachtet hatten, wie andere Wanderer auch an anderen Stellen die Spitze des Berges verließen, versuchten wir einen der anderen Wege. Schlimmer als der Aufstieg würde es ja kaum sein können, dachten wir uns, und tatsächlich war der Weg wesentlich angenehmer zu laufen.

Den Rückweg liefen wir diesmal eine andere Route, so wie komoot es ursprünglich von mir gewollt hatte. 😅 Beide Wege habe ihre Vor- und Nachteile, deshalb kann ich den Rundweg empfehlen. Allerdings kamen wir dieses Mal an einer Alm vorbei, an der wir unsere Wasserflaschen auffüllen konnten, was dringend notwendig war. Wir hatten nämlich nur einen Liter dabei gehabt, das hätte ich schon nach dem Fahrradfahren austrinken können und nach dem Aufstieg in der prallen Sonne hatte ich ordentlich Durst.

Wir kamen übrigens trotzdem auf dem Parkplatz heraus, an dem wir auch gestartet waren, nur auf der anderen Seite. Der Parkplatz trägt übrigens den kreativen Namen „Stehstrumpf“. Wenn man alle Wanderungen läuft, die alleine von dem Parkplatz aus starten,, kann man seine Wandersocken vermutlich wirklich hinstellen, anders kann ich mir den Namen aber nicht erklären. 😂

Den Rückweg nach Chieming (nochmal 20km) fuhren wir mit voller E-Bike Unterstützung. Für den Tag hatten wir wirklich genug Sport gemacht. Wir hielten direkt am See und kauften uns erstmal beide ein Eis. Danach zog ich los, um nochmal in den letzten Sonnenstrahlen baden gehen zu können. Zum Abschluss des tollen Tages gönnten wir uns nochmal Pizza und entspannten gemütlich auf dem Sofa.

Am nächsten Tag fuhr unser Bus schon um kurz vor acht und dementsprechend war frühes Aufstehen angesagt. Aber wir wollten ja auch bis nach Münster an dem Tag kommen. Frühstück gab’s dann in Traunstein (frische Brezn vom Bäcker natürlich). Gegen fünf Uhr am Nachmittag waren wir dann in der WG von Denise, in der ich auch noch nie gewesen war. Ganz begeistert war ich von den ganzen Kaninchen und Eichhörnchen, die man vom Balkon beobachten konnte! 😍

Am Samstag, den 25. September, waren wir angemeldet für einen Selbstverteidigungskurs, den eine Kommilitonin von Denise gewonnen hatte und zu dem ich mitdurfte. Wir waren nur eine ganz kleine Gruppe (sechs oder sieben Leute) und hatten deshalb eine tolle Betreuung und konnten viel lernen. Wir trafen uns in einem kleinen Park und trainierten draußen an der frischen Luft. Das war viel schöner als in eine Turnhalle und auf Gras fällt man auch viel angenehmer. Die anderen Parkbesucher hatten bestimmt ihren Spaß uns zu beobachten, denn im Gras landeten Denise und ich immer mal wieder (irgendwie hat sie es immer wieder geschafft, mir ein Bein zu stellen, wenn ich versucht habe sie zu entführen… ) Am Ende der 4,5 Stunden war ich mit blauen Flecken übersäht, vor allem meine Arme hatte es schlimm erwischt. An dieser Stelle nochmal: Danke Denise! 😂

Abends setzten wir uns an den Aasee und aßen vegane Bowls, die super lecker waren! (So lecker, dass ich leider komplett vergessen habe, ein Foto für euch zu machen, sorry!)

Am Sonntag gingen wir vormittags bouldern und ich sammelte noch ein paar mehr blaue Flecken an meinen Knien und Schienbeinen ein. Wir kletterten, bis unsere Hände nicht mehr mitmachten.

Abends fuhren wir dann wieder nach Göttingen und plötzlich musste ich mich von Denise verabschieden. Die zwei Wochen waren viel zu schnell vorbei gegangen! Die Zeit von den Wildpferden bis zum Selbstverteidigungskurs fühlte sich mehr wie zwei Tage als wie zwei Wochen an… An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an alle, bei denen wir unterwegs zu Gast sein durften! Wir hatten eine tolle Zeit mit euch!!

Damit endet jetzt endlich auch mein Bericht zur Deutschlandreise, danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!! 💕

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