Unsere Busfahrt nach San Martín de los Andes verlief entlang wunderschöner Seen und Berge. Um kurz nach zehn erreichten wir den malerisch gelegenen Ort und nach zwanzig Minuten Fußmarsch unser Hotel. Dieses war (abgesehen von den Zelten im Torres del Paine Nationalpark) unsere bislang teuerste Unterkunft, etwa 28€ zahlten wir pro Person für unser Zimmer. Dafür war das Frühstück am nächsten Tag wirklich fantastisch! Kuchen, Brot, Käse, Müsli, Obst, … Hätten wir nicht schon wieder auschecken müssen, hätte ich ewig dort sitzen und futtern können! (Gefuttert habe ich trotzdem ziemlich viel. 😅) Anschließend liefen wir direkt zu unserer zweiten Unterkunft, einem wahnsinnig süßen Hostel ein paar Blöcke weiter. (Mal wieder hatten wir zu kurzfristig gebucht, um beide Nächte an einem Ort bleiben zu können…) Dort durften wir auch direkt einchecken und konnten uns anschließend ohne Gepäck wieder auf den Weg machen. Zuerst stand an, ein Busticket für die Weiterfahrt nach Temuco (Stadt in Chile) zu kaufen. Allerdings änderten wir mal wieder kurz davor unseren Plan und planten nun eine Weiterfahrt nach Pucón (ebenfalls in Chile). Im Busbahnhof mussten leider feststellen, dass wir ausgerechnet diesmal unseren echten Pass schon beim Kauf des Tickets vorzeigen mussten und konnten deshalb das Ticket dann doch noch nicht kaufen.
Unsere Pässe hatten wir nämlich wegen dem zweiten Punkt unseres Tagesplans nicht mitnehmen wollen: einer Kayaktour. Die Angst war zu groß, dass die Pässe aus irgendeinem Grund nass werden würden.
Nachdem wir ewig anstehen mussten, (in dem Haus wurden auch Tickets für Ausflugsfahrten per Boot über den See verkauft und blöderweise wollten zeitgleich mit uns mindestens zwanzig Leute dafür ein Ticket kaufen,) konnten wir losfahren. Die Kayaks hier sehen anders aus, als die, die ich von zu Hause kenne. Viel flacher und man sitzt auch nur oben drauf. Das war unser Kayak:

Wir hatten Glück, denn das Wetter war traumhaft. Kaum Wind, kaum Wolken, angenehme zwanzig Grad. Ein paar Mal traute ich mich, mein Handy rauszuholen, und dabei ist unter anderem dieses Bild entstanden:

Nach einer Stunde waren wir wieder zurück am Strand. Dafür haben wir 500 Pesos, also etwa 7,50€ gezahlt. Der Ausflug war wirklich toll!
Nur leider sind die Boote nach unten ein wenig wasserdurchlässig und unsere Hosen waren komplett durchweicht. Im Hostel haben wir uns schnell umgezogen und etwas gegessen, anschließend sind wir wieder los, diesmal mit unseren Pässen bewaffnet, um entgültig die Tickets zu kaufen. Der Verkäufer musste anscheinend überprüfen, ob wir ordnungsgemäß in Argentinien eingereist waren, schließlich ging es wieder zurück über die Grenze nach Chile. Zum Glück gab es noch genug freie Plätze im Bus. Und zu unserer großen Freude kostete das Ticket auch noch deutlich weniger als online stand. (Statt über 35€ nur 12€. 😇) Ein schönes Hostel fanden wir auch. Perfekt!
Anschließend setzten wir uns an den Strand in die Sonne und genossen den wunderschönen Ausblick und die entspannte Atmosphäre. Caro nutze die Zeit zum Lesen und ich, um diesen Beitrag zu schreiben. (Ganz genau, so aktuell wurde dieser Text verfasst. Hochladen werde ich ihn trotzdem noch nicht, schließlich soll ja alles seine Reihenfolge haben… Momentan arbeite ich noch an Carlos Pellegrini und Buenos Aires. 😅)
Nachdem wir jetzt etwa zwei Stunden die Sonne und den Wind genossen haben, wollten wir uns demnächst auf den Rückweg zum Hostel machen. Momentan scheitert dieser Plan allerdings daran, dass sich ein super süßer Hund zu uns gesellt hat und sich von Caro streicheln lässt. Und natürlich daran, dass ich immer noch daneben sitze und schreibe. 😅😂

Irgendwann sind wir dann aber doch los, denn ab hier schreibe ich wieder von unserer Terrasse zu Hause.
Auf dem Weg zum Supermarkt trafen wir eine Trommler- und Tänzergruppe, die durch die Straßen zog. Zurück im Hostel hatten wir die Küche ganz für uns, denn die meisten Südamerikaner kochen erst ab zehn, wir dagegen schon zwischen sechs und acht. Praktisch. Leider konnten wir die Gesellschaft der anderen Hostelmitbewohner abends auch nicht genießen, denn wir mussten früh ins Bett. Irgendein Sadist hatte nämlich beschlossen, alle Busse nach Pucón schon um sechs Uhr morgens abfahren zu lassen, dabei fährt man wieder nur wenige Stunden. Um fünf Uhr mussten wir also aufstehen, uns schnell fertig machen und dann los zum Terminal. (Man sollte schließlich auch immer etwa fünfzehn Minuten vorher da sein, zum Gepäck abgegeben und entspannt einsteigen.) Ein weiterer Backpacker aus dem Hostel teilte unser Leid, so hatten wir wenigstens Gesellschaft auf dem Weg zum Terminal. Dadurch und durch die Größe des Ortes und die allgemeine Atmosphäre fühlten wir uns auch im Dunkel relativ sicher in der Stadt. Und im Bus konnten wir auch erstmal weiterschlafen, im Dunkel kann man schließlich eh nichts draußen sehen.
Ist diesmal ein kurzer Beitrag, aber wir waren ja auch nur einen Tag vor Ort und den haben wir ruhig angehen lassen. Falls ihr euch fragt, warum ich meine dort lebenden Verwandten nicht besucht habe, die waren leider zufällig über die paar Tage selber in Buenos Aires, ansonsten hätte ich sie natürlich super gerne kennengelernt!
