Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.
Johann Wolfgang von Goethe
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Deshalb versuche ich, euch immer so viele Bilder wie möglich zu zeigen. Leider ist nun bald der mein kostenloser Speicher auf WordPress voll. Ich werde demnächst einige Bilder aus alten Beiträgen entfernen, die sich zum Beispiel ähneln. Trotzdem habe ich auch hier sehr viele Bilder nicht mehr verwendet, so gerne ich auch gewollt hätte. Wem also zu einer Situation ein Bild fehlt oder wer gerne grundsätzlich mehr sehen würde: ich habe noch wesentlich mehr Bilder von tollen Ausblicken, Blumen und Bäumen, etc. Einfach anschreiben, ich freue mich über jede Erinnerung, die ich teilen kann!
Am Morgen des 2. Februars 2020 ging es für uns früh los. Glücklicherweise sind die Hostels auf die Wanderer eingestellt, Frühstück gab es deshalb schon um sechs Uhr morgens. Um kurz vor sieben mussten wir schließlich schon am Terminal sein. Zum Glück konnten wir auf der zweistündigen Fahrt zum Nationalpark noch ein wenig weiterdösen.
Am Eingang des Parks mussten wir 35.000 chilenische Pesos, etwa 38,57€ Eintritt zahlen. Außerdem schauten wir uns ein Einführungsvideo zum Nationalpark an. Im ganzen Park ist es nämlich strengstens verboten, Feuer zu machen, zu rauchen oder ähnliches. Die karge Landschaft fängt nämlich sehr schnell Feuer und der stetige Wind wirkt wie Brandbeschleuniger. Verstöße werden mit bis zu fünf Jahren im Gefängnis bestraft. Auf der Wanderkarte, die wir bekamen, stand das alles auch noch einmal drauf. Außerdem erfuhren wir dort, wie wir uns zum Beispiel im Falle einer Begegnung mit einem Puma verhalten sollten. (Ruhig bleiben, Blickkontakt halten und langsam rückwärts weggehen.)
Anschließend mussten wir noch ein Stückchen mit einem Kleinbus fahren (für den wir wieder ein paar Euro bezahlen mussten 😦 ) Schließlich kamen wir an unserem Campingplatz an. Dort konnten wir so früh am Morgen natürlich noch nicht einchecken (es war vielleicht halb zehn Uhr morgens), aber unsere großen Rucksäcke konnten wir dalassen. Mit einem leichten Tagesrucksack machten wir uns also auf den Weg.
Da alle Busse zur selben Zeit ankommen und gerade die Tour zu den Torres (unsere erste Tagesetappe) auch eine beliebte Tagestour für die meisten Touristen ist, was es anfangs extrem voll auf den Wegen. Man kam sich mehr vor, als würde man als eine große Gruppe laufen. Und andauernd musste man langsamere Wanderer überholen oder wurde selbst überholt. (Ein kleiner Spanischkurs mit essenziellem Wanderspanisch: Entgegenkommende Wanderer werden mit einem fröhlichen ¡Hola! (Hallo!) begrüßt, mit einem höfflichem ¿Permiso? (Entschuldigung?) fragt man, ob man vorbeigelassen werden kann, mit einem netten ¡Gracias! (Danke!) bedankt man sich abschließend dafür und wenn man selber jemanden vorbeigelassen hat, reagiert man auf deren Dankeschön mit einem freundlichen ¡De nada! (Gern geschehen!). Warum ich euch das erzähle? Weil wir manchmal gefühlt im Minutentakt mindestens eine dieser Vokabeln angewendet haben und ihr nun auch für eine Wanderung im spanischsprachigen Gebiet gewappnet seid. 😉) Irgendwann staute es sich sogar komplett. Nach einigen Minuten konnten wir die Ursache des Staus erkennen: eine Hängebrücke, die nur immer zwei Menschen auf einmal betreten durften. Sehr beruhigend.
Nachdem wir auf der anderen Seite des Fluses waren, begann der erste Teil des Aufstiegs. Unser Ziel waren die namensgebenden Torres del Paine, eine Felsformation die aussieht wie Türme. Dafür mussten wir allerdings auch den größten Anstieg des ganzen W-Trails bewältigen. Am Anfang ging es über steinige Wegen stark bergauf. Bei kleinen Atempausen bot sich dafür aber ein fantastischer Blick zurück.
Irgendwann hatten wir den ersten Teil des Anstiegs geschafft und unterwegs auch die meisten größeren Reisegruppen hinter uns gelassen. Nun bot sich ein toller Blick nach vorne in das Tal.

Blick nach vorne. Links sieht man den Pfad. An dem großen Berg dahinter ging es dann hoch. 
Blick zurück
Nachdem wir eine Weile an der Seite des Geröllfeldes (links) entlang gelaufen waren, erreichten wir ein weiteres Camp. Von dort konnte man sich doch tatsächlich ein Pferdetaxi rufen lassen, um wieder nach unten zu kommen! Unser Notfallplan stand!
Anschließend folgte ein Teil im Wald. Dort hatten sich die Menschenmassen endlich so weit verlaufen, dass wir auch mal ganz alleine waren. Schön!
Der letzte Teil des Weges war mit Abstand der anstrengendste. Das lag hauptsächlich an der Beschaffenheit des Weges (gefühlt einmal quer übers Geröllfeld), allerdings staute es sich hier auch häufig wieder und wir kamen nicht in unserem Tempo weiter.

Stau 
Blick zurück 
Blick zurück
Aber dann war es geschafft und wir waren oben! Das Wetter war nicht ideal und die Spitzen der Türme hingen in den Wolken. Das macht aber gar nichts, denn häufig ist es so bewölkt, das man die Türme gar nicht sieht. Auf einem großen Stein sitzend machten wir erstmal Pause, stärkten uns mit Keksen und Brötchen und genossen die Aussicht. Erst als uns zu kalt wurde, um länger still sitzen zu können, machten wir uns auf den Rückweg.



Torres auf dem chilenischen Geldschein (1000 Pesos, etwa ein Euro)
Zurück am Campingplatz konnten wir unser Zelt beziehen und fielen erstmal ziemlich erschöpft auf unsere Matratzen.
Insgesamt waren wir an diesem Tag etwas mehr als acht Stunden unterwegs gewesen. Abends gab es dann zum ersten Mal eine unserer improvisierten Mahlzeiten. Wir hatten Reis mit Zucchini vorgekocht, das konnten wir nun essen wenn auch nur kalt. (Ihr erinnert euch, kein Gaskocher.) Außerdem hatten wir Kekse, Kräcker, Nüsse, Brötchen, Obst, Tomatensauce, Dosengemüse, Tütensuppen, Haferflocken, Marmelade, Schokolade und Kartoffelbrei dabei. Das ganze Essen nahm im Rucksack mehr Platz weg, als die wenigen Klamotten, die wir dabeihatten. Zum Glück kann man das Wasser überall im Nationalpark trinken, sodass wir nicht auch noch einen Wasservorrat für die vier Tage mitschleppen mussten.
36 Brötchen, 8 Fladen
Haferflocken
Brombeermarmelade
2 Kartoffelbrei
Dosenpfirsich
10 Beutel Tee
Nüsse
2 Schokoladen
3 Tütensuppen
2 Mais
2 Bohnen
Cracker
Kekse
6 Bananen
2 Äpfel
Am nächsten Morgen standen wir schon wieder früh auf. Jede Etappe war lang und wir konnten schließlich nie vorher einschätzen, wie viel Zeit wir dafür brauchen würden. Außerdem entgingen wir so den großen Massen, die per Bus um halb zehn eintreffen würden. Zuerst gab es für uns aber ein ganz fantastisches Frühstück aus Haferflocken, mit kaltem Wasser aufgegossen und einem Klecks Marmelade. Lecker.
Die Tour war dafür umso schöner. Anfangs führte sie durch hüfthohe Wiesen und Sträucher, bis wir einen fantastisch Blick über vor uns liegende Seen hatten. An denen liefen wir anschließend entlang. Was das Wasser für eine Farbe hat!
Der Weg führte weiter über immer steinigere Wege und immer häufiger auch über kleine Bäche. Da waren wir besonders froh über unsere wasserdichten Wanderschuhe, denn die Sneaker der Tagestouristen an den Torres del Paine wären hier schnell komplett durchweicht gewesen.
Es wurde immer hügeliger und anstrengender. Bis hierhin hatte uns das Wandern mit unseren großen Rucksäcken wenig ausgemacht, aber je steiler es wurde, desto mehr merkten wir das zusätzliche, ungewohnte Gewicht. Das Wetter war richtig schön für Patagonien geworden, sodass wir sogar im T-shirt laufen konnten. (Bei jeder Pause mussten wir allerdings schnell alles wieder anziehen, sonst wären wir komplett ausgekühlt.)


Pflanze, die so flach auf dem Felsen wuchs. Sieht aus wie ein Baum, finde ich.
Nach einem brutalem Abstieg, bei dem wir Mitleid mit allen entgegenkommenden Wanderern hatten, erreichten wir ein Camp. Von dort waren es nur noch ein paar Kilometer zu unserem Campingplatz. Nachdem wir uns vorher so hochgekämpft hatten, führte dieser Weg wieder ganz zurück zum See, wo wir ein kurzes Stück am Ufer liefen, nur um anschließend wieder hochzumüssen. Die Strecke zog sich durch die ganzen Höhenmeter leider ziemlich.



„Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Sticker am Camp
Ziemlich k.o kamen wir am Campingplatz an. Nachdem wir unser Zelt bezogen hatten, wollte ich eigentlich nur noch schlafen. Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten, wärmte ich mich in einer heißen Dusche auf und brachte gleich mal heißes Wasser für unseren Kartoffelbrei mit. Den mischten wir in Caros Brotdose an und löffelten ihn direkt im Zelt. (Das Wasser war beim Rühren natürlich schon wieder kalt geworden.) Anschließend füllten wir Tomatensauce und eine Portion Dosengemüse in die Dose und löffelten diese wieder leer. Voilá, unser Abendessen. Während Caro duschen ging, kuschelte ich mich in meinen Schlafsack und als Caro um halb acht etwa wieder kam war ich schon so gut wie eingeschlafen.

Campingplatz
Bevor ich’s vergesse: vielleicht erinnert ihr euch noch an meine verletzte Wade in Punta Arenas? Der Arzt im Krankenhaus hatte mir zwar erlaubt, die Wanderung zu machen, aber ich hatte immer noch Probleme. Jeden Morgen hab ich Magnesium genommen und unterwegs regelmäßig massiert und gedehnt. Damit konnte ich halbwegs laufen, aber gerade beim bergab gehen wurde es manchmal wieder schlimmer und ich brauchte Pausen. Ich bin echt froh, dass alles so gut geklappt hat, schließlich konnte ich nur wenige Tage vorher kaum auftreten. Und zum Ende der Wanderung hin wurde es auch immer besser.
Am Morgen des dritten Tages wollten wir eigentlich noch früher los und hatten uns den Wecker auf vor sechs Uhr morgens gestellt. Aber wir waren beide so müde, dass wir ewig nicht wach wurden und letztendlich doch erst wieder gegen halb acht bis acht aufbrachen.
Der Weg führte erst wenige Kilometer durch hohe Büsche zum nächsten Camp. Von dort starteten wir eine nächste Bergtour. Da wir nicht sicher waren, ob wir unsere Rucksäcke in dem Camp lassen könnten, wanderten wir mit großem Backpack. Auf dem Weg hatte es leicht geregnet und aus den Bergen hörten wir immer wieder ein Donnergrollen. Hoffentlich liefen wir nicht in ein Gewitter! Gewitterwolken waren aber eigentlich keine zu sehen…

Wer findet den Regenbogen?
Die ersten Kilometer machten keinen Spaß. Es ging relativ steil bergauf über ein Geröllfeld. Dauernd rutschte uns Steine unter den Füßen weg oder wir mussten über große Geröllteile klettern. Zusätzlich hatten wir aus irgendeinem Grund ein schnelles Tempo drauf. Noch vor dem ersten Aussichtspunkt waren wir völlig k.o.. Nach einer stärkenden Pause machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten kurze Zeit später den Aussichtspunkt. Der Blick war wirklich schön! Außerdem klärten wir das Rätsel des Grollens: es handelte sich nicht um ein Gewitter, sondern um Gletscher, von denen immer wieder lautstark Stücke abbrachen und in die Tiefe stürzten. Das Schauspiel schauten wir uns während der Pause eine Zeit lang an.

Geröllfeld.
Rechts ein Teil des Gletscherfeldes
Ausblick
Inzwischen hatten wir glücklicherweise das Geröllfeld hinter uns gelassen und liefen durch Wald. Es war zwar immer noch steinig und ging andauernd hoch und runter, aber wenigstens rutschte der Boden nicht mehr weg und es war auch weniger steil.
Immer weiter ging es und irgendwann wurden wir unruhig. Schließlich mussten wir an dem Tag nicht nur wieder den Berg runter laufen, sondern auch noch eine ganze Ecke weiter. Unterwegs sollten wir auf ein weiteres Camp stoßen, bevor es, ähnlich wie am ersten Tag, noch einmal steil bergauf gehen sollte. So zumindest unsere Karte. Aber nicht einmal das Camp kam in Sicht und wir dachten schon ernsthaft darüber nach, umzukehren.
Da kam uns ein Pärchen entgegen, dass uns ganz am Anfang überholt hatte, und meinte, es wären keine zehn Minuten mehr bis ganz nach oben und wir hätten es fast geschafft. Das tat vielleicht gut zu hören!! (Hab ich mir anschließend vorgenommen, das auch anderen Wanderern mal zur Aufmunterung zu sagen.) Das letzte Stückchen hatte es wirklich nochmal in sich. Mehr kletternd als wandernd stiegen wir zum Aussichtspunkt hinauf, ein Weg, der so in Deutschland vermutlich nicht erlaubt gewesen wäre (aus Sicherheitsgründen).
Oben angekommen kam dann auch endlich meine Mütze und Handschuhe zum Einsatz, die ich mir in Punta Arenas gekauft hatte. Denn durch die Höhe und die exponierte Lage war es dort oben ziemlich frisch. So erledigt, wie wir waren, suchten wir uns eine windgeschützte Stelle und fingen an zu futtern. Es anschließend konnten wir den Ausblick genießen.
Schließlich machten wir uns wieder an den Abstieg. Der Teil im Wald bis zum Aussichtspunkt war noch relativ angenehm zu laufen, doch dann ging es zurück aufs Geröllfeld, das bergab mindestens genauso nervig war, wie beim Aufstieg. Doch auch das war irgendwann geschafft. Zurück am Camp sahen wir, dass wir unsere Backpacks wirklich hätten dalassen können, statt sie mit nach oben auf den Berg zu schleppen. Naja, hinterher ist man immer schlauer.

Frisches Trinkwasser zur Stärkung und zum Flaschen auffüllen
Nach einer weiteren Pause, die wir nach dem anstrengenden Abstieg wieder wirklich nötig hatten, machten wir uns auf den Weg. Vor uns lagen noch einige Kilometer bis zu unserem Camp. Ein paar Leute oben auf dem Berg, die das O (die große, achttägige Tour im Nationalpark) in die entgegengesetzte Richtung liefen, hatten uns aber versichert, dass die Strecke nicht allzu anspruchsvoll sein würde.
Gleich am Anfang mussten wir über eine Hängebrücke, die nur eine Person gleichzeitig betreten durfte. Da der Fluss darunter breiter war, ist die Brücke beim darüber Laufen ganz schön ins Schwingen geraten. Dahinter führte der Weg relativ ebenerdig durch kleine Wälder und hohe Büsche. Außerdem, liefen wir immer wieder durch Flächen voller kahler Bäume, die zum Teil auch noch Spuren des Brandes vor einigen Jahren aufwiesen. Dazwischen blühten viele Blumen, was total schön aussah. Irgendwann kam das Campin Sicht. Der Weg hatte sich bis dahin ziemlich gezogen und war wesentlich anstrengender gewesen, als wir gehofft hatten. Dafür wurden wir jetzt mit einem fantastischen Blick auf den türkisen See neben dem Camp belohnt. Die Farbe war der Hammer!

Caro steht noch auf der anderen Seite, denn diese wackelige Hängebrücke darf man nur alleine betreten. (Wer drauf läuft, merkt auch schnell, warum.) 


Blick zurück 
Atemberaubendes Türkis.
Rechts hinter dem Hügel lag zum Glück unser Camp
Am Camp angekommen waren wir dafür ziemlich entkräftet. Wie wir schon vorher vermutet hatten, war der dritte Tag am anstrengsten gewesen, durch die vielen Höhenmeter und die Strecke, und weil wir schon zwei Tage in den Füßen hatten. Zum Abendessen gab es wieder Kartoffelbrei und Dosengemüse mit Tomatensauce. Außerdem lernten wir, dass sich Tütensuppen nicht einfach mit warmen Wasser aufgießen lassen, sondern wirklich kochen müssen. Schade um die Pilzsuppe. 😅
Am nächsten Morgen standen wir im warmen Licht der Morgensonne auf und machten uns auf den Weg (etwa acht Uhr). Wieder einmal hatten wir viel vor. Wir wollten bis zum Gletscher Grey laufen und anschließend wieder zurück zum Camp. Außerdem mussten wir an diesem Abend die Fähre erwischen, um anschließend wieder mit dem Bus zurück nah Puerto Natales fahren zu können. Diese fuhr um 18:30 ab. Normalerweise waren wir um diese Uhrzeit immer schon im Camp angekommen, aber wer wusste schon, was der kommende Weg für uns bereit halten würde. Trödeln war also keine Option!

Campingplatz im Morgenlicht beim Aufbruch
Der Weg startete auf einem steinigen Weg, der schnell steil wurde. Dafür hatten wir immer noch Glück mit dem Wetter, die Sonne schien und wir wurden von den starken Winden verschönt, die einem an dieser Stelle normalerweise die Tour erschweren. Die Blicke waren wir immer wunderschön, die Luft klar, das Tempo zügig.
Beim Aussichtspunkt auf etwa der Hälfte der Strecke schienen alle Wanderer Pause zu machen. Der Blick war auch wirklich fantastisch! Anschließend erwartete uns ein brutaler Abstieg, der uns bei dem Gedanken an unseren Rückweg bergauf schon fast verzweifeln ließ. Außerdem hatten wir immer die Zeit im Kopf.

Los geht’s 
Blick zurück und auf Eisstückchen im Wasser 
Gletscher kommt in Sicht, Spiegelung im Wasser 
Da ging’s runter. Bis zum Wasser und wieder hoch über die Nase zum Gletscher
Der Weg führte durch Blumenwiesen und kleine Wälder, die mich an die Alpen erinnerten. Außerdem gab es wieder viele verbrannte Bäume, wie am Vortag, mit gelben Blumen dazwischen, mit . Schließlich erreichten wir den Gletscher. Wow. Was eine masse an Eis und Schnee. das war für uns beide der erste richtig große Gletscher, der in Ushuaia war dagegen nur ein kleines Schneefeld gewesen (der Teil, den wir dort sehen konnten).
Lange konnten wir aber leider nicht bleiben, dann mussten wir wieder zurück. (Ne halbe Stunde war natürlich schon drinnen, zum Essen, Fotos machen, Atem schöpfen, Ausblick genießen.) Der Anstieg war echt anstrengend, aber dann doch schneller geschafft als befürchtet. Vermutlich, weil wir uns vorher schon darauf vorbereitet und eingestellt hatten und es uns nicht unvorbereitet traf. Die Ausblicke waren auch von der anderen Seite atemberaubend.


Dunkelblaue Lagune und kahle Bäume
Den Campingplatz erreichten wir gegen halb sechs Uhr, eine Stunde vor Abfahrt der Fähre. Perfekt getimt, um noch in Ruhe zu Abend zu essen, bevor wir uns für die Fähre anstellen mussten. Und ein letztes Mal die magische Umgebung zu genießen.
Der Katamaran fuhr über den türkisen See und ich stand oben auf dem Deck in der Sonne und blickte, nun vom Wasser, auf die Strecke, die wir am Vortag gelkaufen waren.

Was eine Farbe und Was eine Landschaft!!!
Ein Bus fuhr uns anschließend wieder zurück zum Eingang des Parks, wo wir vier Tage vorher gestartet waren. Von dort aus ging es anschließend wieder zurück nach Puerto Natales. Auch wenn ich wachbleiben wollte, irgendwann bin ich eingeschlafen. Ein paar schöne Bilder der Torres und der Umgebung im Abendlicht habe ich trotzdem noch gemacht.
Gegen halb elf waren wir wieder zurück. Zur Stärkung gab es eine warme Suppe, die wir diesmal wieder kochen konnten. dann fielen wir erschöpft ins Bett. Aber trotz aller Erschöpfung und Schmerzen war die Wanderung eines meiner schönsten Erlebnisse auf dieser Reise und ein Herzensprojekt. Beim Laufen kann man seine Umgebung viel intensiver wahrnehmen und ich werde mich immer an die klare Luft, die schöne Atmosphere zwischen den Wanderern, die Anstrengung und die einzigartigen Ausblicke hinter jeder Kurve erinnern!




















