Rio de Janeiro


Dieser Beitrag wurde teilweise in einem sehr müden Zustand verfasst. Einen eventuell eintönigen Schreibstil bitte ich daher zu entschuldigen 😋


Von Rio haben wir ja schon einen spannenden ersten Eindruck auf der Fahrt zum Hostel bekommen.

Dort angekommen konnten wir noch nicht sofort einchecken (es war noch zu früh), aber immerhin konnten wir uns nach dreißig Stunden endlich mal umziehen und unser Gepäck abladen.

Da das Hostel nur wenige hundert Meter vom Strand der Copacabana entfernt lag, was das unser erstes Ziel.

Blauer Himmel, Sandstrand, rauschende Wellen… Perfekt. 😍

Gebadet haben wir aber gar nicht, denn zum einen war das Wasser wirklich noch extrem kalt. Vor allem aber waren wir einfach auch extrem müde.

Stattdessen haben wir uns eingecremt, in den Schatten einer Palme gelegt und geschlafen. 😅 Das tat so gut!

Anschließend, nachdem wir mehrere Stunden am Strand gelegen hatten, konnten wir gegen drei eindlich einchecken. Wir hatten ein Frauenzimmer für vier Personen gebucht, in dem wir aber alleine waren. Sehr cool. 😇

Später waren wir einkaufen und sind ein bisschen im Viertel herumgelaufen. Danach waren wir so müde, dass wir ziemlich früh ins Bett gegangen sind. (Zusätzlich zum Schlafmangel meldete sich eben auch noch der Jetlag…)

Unsere Betten. Ich habe oben geschlafen.

Am nächsten Tag hat es geregnet. Wir wollten trotzdem los, allerdings hat es überhaupt nicht funktioniert, den auf Google Maps angegebenen Bus zu finden. Eine Sim-Karte für spontane Recherchen unterwegs musste her. In der modernen Postfiliale mussten wir zwar ein wenig warten, dafür gab’s einen schönen, günstigen Tarif für uns. Bin jetzt also stolze Besitzerin einer brasilianischen Nummer! 😇

Anschließend war das Wetter allerdings defenitiv zu schlecht, um Sightseeing zu betreiben. Stattdessen sind wir, mal wieder eingemummelt in Regenjacken, durch die Gegend geschlendert und haben so unter anderem auch das Viertel Ipanema kennengelernt (beides touristische Strandviertel, der Unterschied war nicht groß 😂).

Als wir wieder zurück waren, hatten wir beide Hunger und es war Zeit, zum ersten Mal für uns zu kochen. Der Gasherd in der Hostelküche erwies sich gleich als erste Herausforderung, die wir zu meistern hatten. Aber irgendwann stand dann das Essen auf dem Tisch. Es gab Vollkornreis mit Zucchini, Paprika und Avocado (die riesig war!!).

Hat gut geschmeckt und, noch wichtiger, wir haben’s auch gut vertragen. 😇

Auch am nächsten Tag war das Wetter leider nicht wie erhofft. Zwar hatte es aufgehört zu regnen, aber eine dicke Wolkendecke hing trotzdem über allem. Nicht gerade das ideale Wetter zum Sightseeing, aber was will man machen. Die Wolken hingen immerhin hoch genug, das der Cristo Redentor vom Boden noch gut zu sehen war (sprich nicht in den Wolken). Also sind wir hoch.

Ein Uber brachte uns über abenteuerliche Straßen (sehr steil und schmal) zur Zwischenstation, ab der dann ein Shuttle bis nach ganz oben fuhr.

Favela auf dem Weg

Nach weiteren 220 Stufen (laut Internet, es gibt aber auch Fahrstuhl und Rolltreppe) waren wir endlich ganz oben. Die Statue ist schon sehr beeindruckend. Majestätisch ragt sie über einen selbst und die ganze Stadt.

Wie zu erwarten war die Aussicht diesig, aber zum Glück nicht wolkenverhangen.

Da war relativ früh dort waren (gegen neun, da war der Jetlag doch mal zu was gut), war es bei unserer Ankunft noch schön entspannt und relativ leer. Bis zu unserer Abfahrt etwa eine Stunde später hatte sich das geändert und alles war total überlaufen. Glück gehabt bzw. gut geplant. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es dort bei schönem Wetter aussieht…

Auf dem Weg zurück saßen dann plötzlich diese Äffchen am Wegesrand, ganz ohne Scheu.

Zurück ging es mit einem Shuttle direkt bis zur Copacabana. Für uns stand eine kleine Mittagspause an, bevor es dann weiter zum Zuckerhut gehen konnte. Unser Tag war schließlich voll gepackt.

Erneut brachte uns ein Uber zum Ziel. (Uber ist, für alle denen es nichts sagt, eine App, über die man sich eine Art Taxi bestellen kann. Allerdings fahren dort private Leute. Uber sind meistens wesentlich günstiger als Taxis und manchmal auch als öffentliche Verkehrsmittel (war zumindest in Rio so). Nachdem man einen Abholungsort festgelegt hat, dauert es nur wenige Minuten bis der Fahrer eintrifft. Erkennen tut man diesen an seinem Autotyp und dem Kennzeichen, welches man über die App erfährt.)

An dieser Stelle ein Bild vom Verkehr in Rio, den ich im letzten Beitrag erwähnt habe. Ich denke, das Chaos spricht für sich selbst: (Das war natürlich nicht immer so extrem, aber aufgefallen ist es uns trotzdem.)

An der Seilbahnstation angekommen, mussten wir natürlich erstmal ein Ticket kaufen. Es war der Tag der großen Ausgaben.

Allerdings sind wir dann gar nicht mit der Seilbahn los gefahren, sondern weiter gelaufen.

Im Internet hatten wir von einer sehr schönen Tour auf den Morro da Urca, den Berg neben dem Zuckerhut, gelesen. Und anders als die Wanderung zum Cristo Redentor galt diese Tour auch als sehr sicher, da sie deutlich mehr gelaufen wird. Tatsächlich waren wir auch fast nie außer Sichtweite von anderen Wanderern.

Auch sonst hat die Tour unsere Erwartungen mehr als erfüllt.

Anfangs läuft man einen ebenen Weg am Meer entlang, bis man zur Rückseite des Berges gelangt. Dort geht es dann steil nach oben, mitten durch den tropisch Wald. Bis man am Ende ganz oben herauskommt, an der Mittelstation der Seilbahn.

Die Natur war wunderschön, ich kann die Wanderung wirklich sehr empfehlen. Gleich am Anfang haben wir wieder die Äffchen sehen können. Allerdings sind diese wohl gar nicht so süß und niedlich, wie uns ein Schild am Wegrand aufklärte…

Auch ansonsten standen immer wieder Schilder entlang des Weges, die einen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz informierten. Sehr cool.

Oben angekommen ging’s dann endlich in die Gondel und auf den Zuckerhut! 😇

Von dort oben hat man einen tollen Blick rund um auf die Stadt und das Meer. Leider war das Wetter noch trüber geworden und der Cristo Redentor verschwand immer wieder in Wolkendecken… Dafür ging die Sonne langsam unter und wir konnten ein wenig des Sonnenuntergangs genießen. 😍😇

In Rio wurde es immer erstaunlich schnell dunkel. Gerade wurde oben auf dem Zuckerhut die Beleuchtung eingeschaltet, da sind wir auch schon wieder mit der Gondel runter gefahren. Auf der Zwischenstation leuchtete schon die ganze Stadt hell erleuchtet und ganz unten war es bereits richtig dunkel. Dabei dauerte die komplette Fahrt keine zwanzig Minuten. Ein Uber brachte uns trotz Dunkelheit sicher zurück zum Hostel. (Und wir waren zusätzlich in sicheren Gegenden unterwegs, sonst wären wir schon viel früher wieder zurück…)

Insgesamt war das unser teuerster Tag (bei weitem), der sich aber trotz des trüben Wetters gelohnt hat. K.o., aber happy, sind wir an diesem Abend ins Bett gegangen.

Und dann war unser Rio-Aufenthalt schon wieder vorbei. Fast. Unser Bus am nächsten Tag fuhr nämlich so regelmäßig, dass wir uns einen Abstecher zu einer weiteren Sehenswürdigkeit gönnen konnten: Die Escalera de Selarón. Eine wunderschöne Treppe, bunt und belebt. Zusätzlich war das Wetter endlich einmal schön. (Ein bisschen ironisch, am Tag der Abreise gutes Wetter zu bekommen…)

Ansonsten ist uns dieser letzte Tag besonders in Erinnerung geblieben als der Tag, an dem irgendwie nichts richtig funktioniert hat und als der Tag der netten Menschen. Fast jeder unser Versuche, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen schlug fehl. Wir scheiterten am Ticketkauf oder am finden des richtigen Busses, etc. Und jedes Mal kamen wahnsinnig nette Menschen uns zu Hilfe, englisch sprechend oder nicht. Das wir am Ende doch wieder mit einem Uber zum Busbahnhof gefahren sind, hatte definitiv nichts mit mangelnder Hilfe zu tun. Ein sehr sympathischen letzten Eindruck hat Rio da hinterlassen. 😇


Ich weiß, ich hänge schon wieder hinterher.. Fast eine Woche. Niemanden ärgert das mehr als mich. Wenn ihr nicht genug vom Bloglesen bekommen könnt, solltet ihr mal beim Blog von Caro vorbeischauen!! Gleiches Abenteuer, aber aus einer anderen Perspektive erzählt. Wer weiß, vielleicht erfahrt ihr ja noch was Neues…

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