In Paris angekommen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hostel und checkten dort ein. Keine halbe Stunde später hörten wir aus dem Treppenhaus vertraute Stimmen und rissen die Tür auf. Da waren die beiden, die ersten vertrauten Gesichter seit zwei Monaten! Caro und Luise, zwei Freundinnen aus Göttingen. Wie schön!
Später am Abend machten wir uns noch auf die Suche nach etwas zu essen, kauften uns Kartoffelspalten und erkundeten ein wenig die Umgebung.
Am nächsten Morgen, Sonntag der 20. Oktober, regnete es. Das störte uns nur ein wenig, denn wir hatten eh eine Museentour geplant. In Paris (vielleicht auch in ganz Frankreich, das weiß ich nicht,) sind Museen für alle bis etwa Mitte zwanzig kostenlos. Perfekt!
Als erstes ging es ins Picassomuseum, wo wir die Bilder bewunderten und uns ein bisschen mit Kunst auseinandersetzten.


mit Vogel 
mit Trompete (und einem wesentlich längerem Bein)
Das Museum war sehr eindrucksvoll und spannend anzugucken.








Anschließend machten wir uns auf den Weg zu dem wohl bekanntesten Museum in Paris: dem Louvre. Auch hier war der Eintritt für uns komplett kostenlos.
Das Louvre ist gigantisch!!! Anfangs irrten wir ein wenig herum und versuchten uns zwischen den Gängen und Treppen zurechtzufinden. Die Wegweiser zur Mona Lisa verschwanden auf halber Strecke wieder. Dafür sahen wir einige antike Statuen und Gemälde.







Irgendwann fanden wir die Mona Lisa dann doch noch. Allerdings sahen wir nicht ein, uns für ein Foto eine Dreiviertelstunde anzustellen, vor allem, da man auch ohne das lange Anstehen einen ganz guten Blick auf das Gemälde hatte. (Groß sein ist eben doch manchmal ganz praktisch. 😇😂)
Ehrlich gesagt, wir waren ein bisschen enttäuscht von dem Gemälde. Es war irgendwie viel kleiner und weniger imposant als erwartet. Wäre es nicht so bekannt, wir wären einfach daran vorbei gelaufen. Weder die Farben noch die Motive stechen auf den ersten Blick in irgendeiner Weise besonders hervor. Warum ist das Gemälde dann so berühmt? Ein Infotafel verriet uns ein paar Dinge zur Maltechnik von Leonardo da Vinci. Dazu gehört zum Beispiel die Körper- und Kopfhaltung der Mona Lisa. Ihr Körper ist erst zu drei Vierteln zu uns gedreht, während ihr Gesicht frontal zu uns schaut. Dadurch wirkt es, als würde sie sich gerade zu uns umdrehen, as Leben ins das Gemälde bringt. Das berühmte Lächeln entstand mit einer speziellen Maltechnik, bei der viele Farbschichten übereinander gemalt werden. Im rechten Hintergrund ist das Bild übrigens noch gar nicht fertig. Der Künstler nahm das Bild jahrelang überall mit hin, beendete sein Werk aber nie.

Was das Bild außerdem einzigartig macht, fanden wir erst durch eine kurze Internetrecherche heraus. Leonardo da Vinci nutzte zwei Fluchtpunkte im Gemälde, einen für den Hintergrund und einen für die Mona Lisa. Dadurch entsteht der Eindruck, dass etwas mit dem Bild nicht ganz stimmt und es bleibt im Kopf hängen.





Anschließend liefen wir ein wenig an der Seine entlang und stießen auf eine tolle Musikgruppe, der wir eine Weile zuhörten. (Ich kann leider keine Videos einfügen, dafür müsste ich Geld zahlen. 😅)

Am nächsten Tag war das Wetter zum Glück wieder besser und wir konnten ein wenig Sightseeing machen. 😇
Als erstes ging es zur Basilika Sacré-Coeur. Von der Metrostation mussten wir erstmal endlos viele Stufen zurück ans Tageslicht laufen. Im Ernst, es hingen sogar Warnschilder unten an der Treppe. Über 800 Stufen waren das, glaube ich. Immer im Kreis herum auf der Wendeltreppe, bis wir dachten, nie oben anzukommen.
Endlich zurück an der frischen Luft ging es direkt mit Stufen weiter, denn die Basilika liegt noch einmal weiter oben auf einem kleinem Hügel.
Dafür hat man von oben einen schönen Blick über Paris.
Die Basilika kann man auch kostenlos besichtigen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.




Anschließend fuhren wir zur Notre-Dame.

Und von dort ging’s dann weiter zum Triumphbogen, dem Arc de Triomphe. Dort brannte wie immer das Feuer im Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten. Außerdem hat man einen schönen Blick auf die Champs-Élysées.





Doch was wäre ein Besuch in Paris ohne die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit? Ganz genau, sozusagen als krönender Abschluss stand für uns natürlich noch der Eifelturm an. Schon von der Champs-Élysées hat man einen schönen Blick darauf, aber vom Nahen ist das Konstrukt wirklich beeindruckend. Zusätzlich verzogen sich die Wolken immer mehr und ließen alles im Sonnenschein erstrahlen.
Denise und ich kauften jeder noch einen Pulli, in den gleichen Farben wie unsere Ohrringe aus Barcelona. Gesehen hatte wir sie schon in Tarragona, aber da hatten wir nun mal kein Geld dabei… Anschließend gingen wir alle Pizza essen, schließlich war es der allerletzte Abend unserer Reise.

Am nächsten Tag (Dienstag, 22. Oktober) war das Wetter wieder schlechter. Außerdem mussten wir mit unserem ganzen Gepäck herumlaufen. Also kauften wir nur noch ein paar Souveniers und warteten anschließend am Bahnhof auf unseren Zug. Am Bahnhof gab es auch ein paar Läden, in denen wir wie in Tarragona wieder möglichst schräge Outfits zusammenstellten. Zu viert war es noch lustiger! Und was dabei für Outfits herauskamen… 😂😂

Man erkennt zwar nur einen Bruchteil der Fashionsünden, aber einen Eindruck bekommt ihr hoffentlich trotzdem 
Letzter Eindruck aus Paris
Und dann stiegen wir in den Zug ein, der uns nach Mannheim bringen sollte. Von dort fuhren wir mit dem letzten Zug unserer Reise nach Göttingen zurück und waren zu Hause.

Ich kann euch sagen, es war sehr komisch, mich nach der ganzen langen Zeit von Denise zu verabschieden. Ich hätte sie vermutlich nie gehen lassen, wenn sie nicht hätte rennen müssen, um ihrem Anschlusszug noch zu erwischen… 😅
Meine Familie hat sich sehr gefreut mich wieder zu sehen. Für mich war es irgendwie komisch, wieder zurück zu sein. Und ich hatte ja auch keine fünf Wochen, bevor ich mich wieder auf den Weg machen würde, diesmal nach Südamerika. Für die kurze Zeit hatte ich dafür aber umso mehr Pläne. Und davon werde ich euch in einem eigenen Beitrag erzählen…









