In meinem Hirne rumort es und knackt, ich glaub da wird ein Koffer gepackt, und mein Verstand reist ab – o wehe – noch früher als ich selber gehe.
Heinrich Heine
Jetzt bin ich tatsächlich unterwegs…
Und so chaotisch wie es in den letzten Tagen zugegangen ist, passt das Zitat von Heinrich Heine erstaunlich gut.
Der ganze Stress war natürlich vergessen, sobald ich dann endlich im Zug saß. Erstes Reiseziel: die Niederlande!
Nach etwa sechs Stunden Fahrt sind wir – meine Freundin Johanna und ich – dann in der Nähe von Hoogeveen auf einem kleinen Privathof angekommen. Zuerst haben wir noch ein Auto abholen müssen, das wir während unserer kompletten Zeit hier zu Verfügung haben. Sehr cool. Der uralte Caddy klappert und scheppert zwar ununterbrochen und hat auch sonst zahlreiche Macken, aber er fährt problemlos. Und der Luxus der Unabhängigkeit macht alle Problemchen wieder wett!
Wohnen tun wir in einem kleinen chalet, mit eigener Küche und Bad, direkt neben dem Wohnhaus unserer Hosts. Die Hollywoodschaukel auf der Terrasse mit Blick auf die Pferde wird zu jeder Tageszeit genutzt. 🙂
Am nächsten Morgen wurden uns zuerst alle Pferde am Haus vorgestellt – dass sind die Hengste und die Stuten mit Fohlen (eins war bei unserer Ankunft erst wenige Stunden alt) – und unsere Aufgaben erklärt.
Anschließend sind wir zu den anderen Pferden gefahren, die ein paar Kilometer weiter stehen. Hier stehen sowohl die anderen Stuten, als auch die Jährlinge und eine betagte Pferdedame. Anders als bei den Pferden am Haus besteht unsere Arbeit hier neben misten und knuddeln auch aus füttern, welches uns auch gleich erklärt wurde.
Da wir durch ein heftiges Gewitter unterbrochen wurden, konnten wir unsere Arbeit erst abends beenden, aber durch das hin und her fahren kennen wir jetzt immerhin den Weg komplett auswendig.
Inzwischen sind wir drei Tage hier und leben uns langsam ein. Unsere beiden Gasthosts sind sehr nett und erklären uns geduldig alles was wir wissen müssen. Und die größte Charakterschwäche der meisten Pferde hier ist, das sie ziemlich aufdringlich um Knuddel betteln, sodass man sich immer wieder Platz zum misten schaffen muss. Oder eben knuddeln.
Alles super also.

Hätte nie gedacht, dass meine Knuddel von Pferden übernommen werden 🙂
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So schnell kann’s gehen 🙂
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..das Leben kann also doch ein Ponyhof sein 😊
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